Die Mosel via Rad entdecken - Tipps für die Tour

Welches Fahrrad ist für längere Touren geeignet und wie bereitet man sich am besten vor? Welches ist die beste Jahreszeit für eine Fahrradtour an der Mosel und welche Routen gibt es?

„Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden, wie beim Fahrrad.“ - Adam Opel

mosel 486565 1920Beilstein an der schönen Mosel.
pixabay.com © cocoparisienne (CC0 Public Domain)

Welches Fahrrad ist das Beste?

Das richtige Rad muss natürlich jeder selbst für sich finden. Der eine mag das bequeme Sitzen auf einem Cityrad, der andere liebt das sportliche Gefühl auf einem Mountainbike. Wichtig ist, dass das Fahrrad verkehrstauglich ausgestattet ist. Wer öfter mit seinem Zweirad in der Fremde unterwegs ist, sollte sich fragen,ob eine Versicherung gegen Fahrraddiebstahl sinnvoll ist. Je nach Wert des Bikes empfiehlt sich das, vor allem, weil die Beiträge gering sind.

Was zählt zur verkehrstauglichen Ausstattung?

unbedingt notwendigeventuell
Schutzbleche und Dynamo inkl. Beleuchtung: vorne einen weißen und hinten einen roten Strahler Standlicht
zwei voneinander unabhängige Brems-Systeme (auch Rücktritt) Gepäcktaschen
helltönige Klingel eine Hupe
Reflektoren an den Pedalen und Rädern  

Ein bequemer Sattel und die perfekte Sitzhaltung machen die Tour zu einem angenehmen Erlebnis. Wer nur mal eine Tagestour plant, für den lohnt sich die Anschaffung eines verkehrstauglichen und bequemen Rads vielleicht nicht. Dennoch muss er nicht auf seine Radtour verzichten. An der Mosel können an verschiedenen Stellen geeignete Räder ausgeliehen werden. Wer jedoch so richtig auf den Geschmack gekommen ist und öfter fahren will, sollte sich ein eigenes Rad zulegen. Für die meisten Personen ist eine gerade Sitzhaltung empfehlenswert. Dabei ist der Rücken aufrecht und das Bein getreckt, wenn sich die Pedale an der untersten Position befindet.

Was zählt zur Grundausstattung für eine Fahrradtour?

Ob eintägige oder mehrtägige Tour, es gibt Unverzichtbares, das immer dabei sein muss. Hier ist eine Liste, die je nach den persönlichen Vorlieben noch ergänzt werden kann:

  • Fahrradschloss
  • Ersatzschlauch/Flickzeug (Hier gibt es ein Video, wie man unterwegs seinen Reifen flicken kann. Am besten übt man das, bevor man auf Tour von einem Platten überrascht wird.)
  • Luftpumpe
  • Ersatzseilzüge für Bremsen und Schaltung
  • Werkzeug (vor allem Schraubenschlüssel und Imbus-Schlüssel)
  • Fahrradflasche
  • Fahrradkleidung wie Brille, Helm und Regenjacke, feste Schuhe- Verbandszeug wie Pflaster
  • Sonnenschutzmittel, Insektenschutz

Wenn man unterwegs übernachten will:

  • Zelt
  • Isomatte
  • Kocher
  • Schlafsack

Je mehr Ausstattung man dabei hat, umso wichtiger sind vernünftige Satteltaschen, mit denen die Ausrüstung bequem transportiert werden kann. Mit einem voll bepackten Rucksack zu fahren, ist nicht sehr bequem und kann gefährlich sein.

Was ist weiterhin empfehlenswert?

Hörnchen sind eine schöne Ergänzung für alle, die keinen Rennlenker haben. Sie entlasten gerade bei längeren Touren die Hände und Arme, denn man kann die Position des Griffs variieren und öfter mal umgreifen. Wenn sie anatomisch geformt und schön gepolstert sind, bringen sie den größten Nutzen.Der Sattel sollte unbedingt bequem sein. Zur Not probiert man so lange, bis man ein geeignetes Modell gefunden hat. Gute Händler geben einen Sattel auch mal für eine Probefahrt mit. Meist merkt man es aber sofort, wenn man den anatomisch perfekten Sitz gefunden hat.

Pedale sollten natürlich Reflektoren haben, doch das ist nicht alles: Besonders Sicherheit bieten Modelle mit Käfigen, weil man damit nicht abrutschen kann. Zudem bieten sie eine höhere Kraftübertragung. Ähnlich nützlich, aber noch sicherer sind Clickpedale. Diese SPD-Pedale verbinden den Fahrer sicher mit dem Velo, bieten jedoch in Notsituationen auch die Möglichkeit, schnell und ohne Probleme aus den Halterungen herauszukommen.

Zu welcher Jahreszeit ist eine Radtour an der Mosel am schönsten?

An der Mosel herrschen milde Temperaturen, deswegen ist eigentlich jede Jahreszeit geeignet, es sei denn natürlich, es herrscht ein kräftiger Sturm oder es schneit sehr. Wir haben eine kleine Übersicht mit dem Vor- Und Nachteilen erstellt:

JahreszeitVorteileNachteileEignung
Frühling - mildes Klima, angenehmes Ambiente
- man kommt nicht so schnell ins Schwitzen
- Allergiker könnten Probleme mit Pollen bekommen
- eventuell viel Trubel auf den beliebten Radwegen
sehr geeignet
Sommer - ein milder Sommer ist gut für sportliche Aktivitäten geeignet - ein milder Sommer ist gut für sportliche Aktivitäten geeignet
- es kann deutlich zu heiß sein: die Gefahr von Sonnenbrand und Hitzschlag droht eignet sich für spontane Touren an einem milden Tag
eignet sich für spontane Touren an einem milden Tag
Herbst - der Herbst bietet meist ein mildes Klima - Stürme und Regen erhöhen die Unfallgefahr geeignet
Winter - wer unempfindlich auf Kälte reagiert, kann auch im Winter draußen viel Spaß haben - es sollte nicht zu kalt sein, wenn man fährt
- Gefahr von Erfrierungen
-Gefahr bei Glatteis nur mäßig geeignet
nur mäßig geeignet

Die schönsten Radwege an der Mosel

An der Mosel warten mehr als 1000 Kilometer erstklassige Radwege darauf, entdeckt zu werden. Der bekannteste ist der 275 Kilometer lange Mosel - Radweg, der an der Quelle der Mosel in den Vogesen in Frankreich beginnt und bis nach Koblenz zum Deutschen Eck führt. Er gehört zu den bekanntesten internationalen Radwanderrouten und heißt "Velo Tour Moselle“. Teilweise hat er eigene, asphaltierte Straßen, teilweise führt er an der Straße entlang. Er hat nur geringe Steigungen und ist für beinahe jede Altersstufe befahrbar. Nicht umsonst gilt er als einer der Premium-Fernradwege, denn die Strecke ist perfekt ausbaut und wunderschön. Sie verbindet die deutsche, französische und luxemburgische Kultur miteinander.

Der Saar-Radweg wurde vom ADFC mit 4 Sternen ausgezeichnet und ist 11 Kilometer lang. Er führt vom französischen Saargemünd nach Konz, wo Saar und Mosel zusammenfließen. Der Weg ist beinahe durchgehend eben und asphaltiert und ermöglicht so das entspannte, angenehme Fahren in der wunderschönen Umgebung der Mosel. Natürlich muss man nie den ganzen Weg fahren, sondern kann sich einzelne Etappen herauspicken und sich mit einem Shuttlebus sogar zum gewünschten Startpunkt fahren lassen.